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Diese 10 Dinge sollten Sie beim Radfahren mit Hund beachten!

Bei schönem Wetter zieht es uns mit unseren Hunden in die Natur und auch das Radfahren mit Hund ist eine beliebte Aktivität.

Allerdings gibt es auch beim Radfahren mit Hund einige Punkte zu beachten. Diese haben wir in diesem Artikel umfassend für Sie zusammengefasst.

 

Der positive gesundheitliche Effekt beim verantwortungsvollen Radfahren mit Hund

Das Laufen am Rad trainiert die Muskulatur des Hundes aber auch seine Kondition. Zudem wird das Herz-Kreislaufsystem auf Trab gebracht.

Dann sollten Sie vermeiden, dass Ihr Hund am Rad läuft!

Es gibt durchaus Situationen und Krankheiten, in denen es nicht gesund ist, dass der Hund Sie am Rad begleitet.

Das ist der Fall, wenn der Hund unter starkem Übergewicht leidet, er sich im Wachstum befindet (jünger als 12-18 Mon.) oder bereits sehr alt ist. Doch auch, wenn Ihr Hund unter Schmerzen leidet, sollte er nicht am Fahrrad laufen. Liegt eine Gelenkerkrankung vor, ist dies im Einzelfall mit dem Tierarzt genau abzustimmen. Doch auch wenn Ihr Hund gesundheitlich angeschlagen ist in Form eines Infektes, Fieber, Grippe, Durchfall etc. ist das Laufen am Rad – wie jede andere körperliche Anstrengung auch – tabu.

 

Weiterhin empfehle ich Ihnen, bei sehr großen, massigen Hunden auf das Laufen am Fahrrad zu verzichten. Dasselbe gilt meiner Meinung nach, bei sehr kleinen Hunden, besonders mit kurzen, krummen Beinchen und einem langen Rücken, wie beispielsweise Dackel. Ihr Körperbau ist für das Laufen am Rad einfach nicht gemacht.

 

Ist besonderes Equipment notwendig?

Für den einen oder anderen Hundehalter mag sich dies jetzt „albern“ anhören, Doch ist es sehr wichtig, dass der Hund sich beim Laufen am Rad gut bewegen kann. Daher empfehle ich Ihnen, Ihren Hund am besten an einem gut sitzenden Geschirr zu führen, das nicht einschneidet. Nur so sind Bewegungen im vollen Ausmaß möglich, ohne das ein Geschirr hinderlich ist. Wenn Ihr Hund an der Leine läuft, ist ein Halsband eher ungeeignet und ein Geschirr sicher die bessere Wahl.

 

Lassen Sie sich bitte nicht von Ihrem Hund am Rad ziehen! Achten Sie auch darauf, dass Ihr Hund ruhig an Ihrer Seite läuft und nicht an der langen Leine kreuz und quer läuft. Das birgt ein hohes Unfallrisiko für Hund und Halter, sowie andere Fußgänger oder Radfahrer.

Die Vorbereitung

Mit einem vollen Bauch ist jede körperliche Anstrengung gleich doppelt anstrengend und kann sogar zu einem gesundheitlichen Risiko werden. Hunde können dann schnell eine Magendrehung erleiden. Auch das Herz-Kreislauf System leidet und kann zusammenbrechen. Daher sollten Sie darauf verzichten, Ihren Hund unmittelbar vor dem Radfahren zu füttern. Geben Sie ihm auch die Möglichkeit, sich vorher zu lösen.

Aufwärmen nicht vergessen!

Ein kurzes Aufwärmen der Gelenke und Muskeln verringert das Verletzungsrisiko deutlich und bereitet den Körper auf die anstehende sportliche Aktivität vor. Er kann so mit plötzlichen und abrupten Bewegungen besser umgehen, die Muskeln und Gelenke werden geschmeidiger und auch das Herz-Kreislaufsystem kann entsprechend hochfahren.

 

Hierzu bieten sich einfache Alltagsübungen, wie Steh-Sitz Transfer, Steh-Platz Transfer, Pfote geben, sich im Kreis drehen, einige Wendungen und kurze Trabeinheiten perfekt an.

Der optimale Untergrund zum Laufen

Es lässt sich zwar meistens nicht gänzlich vermeiden, doch Asphalt und Schotter sind als Untergründe zum Laufen am Rad eher ungeeignet Die Gelenke werden ungleich stärker belastet. Ganz besonders, wenn ihr Hund bereits Gelenkprobleme hat, sollten Sie darauf verzichten. Besser geeignet sind Wald- und Feldwege für die gemeinsamen Radtouren. Hier werden die Bewegungen Ihres Hundes sehr gut abgefedert.

Das richtige Pensum – wie lange darf ein Hund am Fahrrad laufen?

Hierzu kann man natürlich keine pauschale Empfehlung aussprechen. Ich empfehle Ihnen allerdings, insbesondere wenn Sie mit dem Radfahren mit Ihrem Hund beginnen oder nach der langen Winterpause mit kurzen Einheiten zu starten.

Diese kurzen Einheiten geben dem Hundekörper die Möglichkeit schonend Kondition aufzubauen. Steigern Sie die Einheiten dann in kleinen Schritten. Bauen Sie das Training langsam und sinnvoll auf. Im Idealfall starten Sie mit wenigen Minuten im Trab und wechseln dann in den Schritt. Dann folgt die nächste Einheit im Trab. So geben Sie Ihrem Hund die Chance, langsam und gesund Kondition aufzubauen und Muskelkater und Überanstrengung zu vermeiden.

 

Der Trab ist die optimale Gangart um am Rad zu laufen. Er schont die Gelenke am Besten und ist auch die energiesparendste Gangart für Ihren Hund. Das Tempo sollten Sie immer der Größe Ihres Vierbeiners anpassen. Lange Strecken im Galopp sind nicht empfehlenswert, denn sie sind nicht gut für die Gelenke Ihres Hundes. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Hund langsamer wird und in den Schritt wechselt oder stark hechelt, gönnen Sie ihm bitte sofort eine Pause bzw. beenden das Training.

Beobachten Sie Ihren Hund aufmerksam

Sind seine Bewegungsabläufe und seine Aktivität nach dem Laufen am Rad wie gewohnt? Bewegt er sich schwerfällig oder ist auffällig ruhig? Dann haben Sie ihn eventuell überfordert. Auch Hunde können einen schmerzhaften Muskelkater bekommen, wenn sie zu schnell oder zu lange laufen. Passen Sie in diesem Fall das Trainingspensum bitte an.

Pausen sind wichtig

Auch wenn es Ihnen und Ihrem Hund noch so viel Spaß macht, sollten Sie das Laufen am Rad maximal jeden zweiten Tag als gemeinsame Aktivität wahrnehmen. Zum einen braucht der Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren, zum anderen wächst die Muskulatur nachweislich nur in den Trainingspausen.

Radfahren bei Hitze ist tabu!

Sie selbst werden es kennen: bei sehr hohen Temperaturen ist man nur sehr begrenzt leistungsfähig. Man ist schnell erschöpft, gerät außer Puste und der Schweiß läuft in Strömen. Unseren Hunden geht es nicht anders! Bei hohen Temperaturen am Rad zu laufen ist extrem anstrengend für Ihren Hund und sein Herz-Kreislaufsystem. Ihr Hund bekommt keine Kühlung durch Fahrtwind. Hinzu kommt, dass es in Bodennähe noch wärmer ist, als in Sattelhöhe.

 

Zusätzlich sind auch die Pfoten Ihres Hundes in Gefahr. Der Asphalt heizt sich stark auf, was für die Pfoten deines Hundes schnell schmerzhaft wird. Fahren Sie in den Sommermonaten daher bitte unbedingt am frühen Morgen oder späten Abend mit dem Rad. Ansonsten bringen Sie Ihren Hund in ernsthafte gesundheitliche Gefahr.

Abkühlung und Erfrischung unterwegs

Kennen Sie das: beim Sport werden Sie durstig und müssen zwischendurch unbedingt trinken. Gönnen Sie auch Ihrem Hund  während des Laufens Pausen und geben ihm die Möglichkeit zu trinken. Bei Ihren gemeinsamen Ausflügen sollten Sie immer Wasser für sich und Ihren Hund dabei haben. Auch ein Bad im See oder Bach kann eine willkommene Abkühlung sein, wenn Ihr Hund sich vorher schon einen kurzen Moment runtergekühlt hat.

Fazit: Radfahren mit Hund

Das Radfahren mit Hund kann eine wunderbare gemeinsame Aktivität mit Ihrem Vierbeiner sein und Ihnen Beiden große Freude machen! Achten Sie dabei auf ein gesundes Mittelmaß und das der Spaß an der Aktivität im Mittelpunkt steht!

 

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim Radfahren mit Ihrem Hund!

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