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Mit diesen Dingen unterstützen Sie Ihren älteren Hund im Alltag & verzögern den Alterungsprozess

Das unsere Hunde älter werden, liegt in der Natur der Sache. Doch es gibt einige Möglichkeiten, den geliebten Vierbeiner im Alltag zu unterstützen und den Alterungsprozess zu verzögern. Sie machen unseren grauen Schnauzen das Leben angenehmer und einfacher – und steigern die Lebensqualität.

 

Eine Reihe davon stelle ich Ihnen hier vor. Auch wenn Wohlfühlen immer individuell ist, so bin ich mir sicher, dass Ihr Vierbeiner eine Vielzahl der Ideen nach Bedarf sehr schätzen wird. Und Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Beobachten Sie Ihren Vierbeiner einfach gut.

 

Extratipp: Einige dieser Tipps können Sie auch umsetzen, wenn Ihr Hund noch jünger ist und auch bei Gelenkproblemen.

Übergewicht vermeiden – es mindert die Lebenszeit signifikant!

Beginnen wir mit einem Punkt, der lebenslang wichtig für Ihren Hund ist und große Auswirkungen auf seine Lebenszeit hat. Ein gutes Körpergewicht hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit und den Alterungsprozess des Hundes. Je optimaler das Gewicht Ihres Hundes, desto leichter und freudiger kann er sich bewegen. Ist er übergewichtig, entsteht ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko. Die Lebenserwartung bei Übergewicht verkürzt sich drastisch um bis zu 20 Prozent! Sie sehen also, dass Übergewicht Ihem Hund lebenslang schadet.

 

Ist Ihr Hund übergewichtig, gerät er in einen Teufelskreis. Die Bewegungsfreude lässt nach, denn jeder Schritt fällt schwer. Der gesamte Bewegungsapparat wird überlastet und die Gelenke dauerhaft geschädigt. Auch die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems lässt nach. Bewegung wird zur Anstrengung. Und weniger Bewegung bedeutet weniger Verbrauch von Energie. Das führt zu einer weiteren Gewichtszunahme. Zusätzlich steigt das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes, Herzerkrankungen und Tumore.

Seniorengerechte Bewegung – „wer rastet der rostet“

Auch im Alter braucht Ihr Hund Bewegung. Diese sollten Sie allerdings anders strukturieren. Keine Bewegung führt jedoch dazu, dass er einrostet und schneller altert. Sie können es auch beim Menschen sehen: ältere Menschen, die ihr Leben lang in Bewegung waren und auch im Alter darauf achten, sich regelmäßig zu bewegen, bleiben länger fit und beweglich und werden seltener krank. Das Entstehen und Fortschreiten von Erkrankungen wie Arthrose und Spondylose kann so positiv beeinflusst werden. Zudem vermeiden Sie, dass die Muskulatur Ihres Hundes abbaut und die Beweglichkeit eingeschränkt wird. Auch das Herz-Kreislaufsystem braucht Bewegung. Einzige Ausnahme ist: Ihr Hund hat strikte Ruhe verordnet bekommen. Dennoch ist es normal, dass der Körper mit fortschreitendem Alter schneller ermüdet und länger braucht, um sich zu regenerieren. Die Leistung des Herz-Kreislaufsystems und auch die Leistungsfähigkeit des Bewegungsapparates lässt nach. Die Gelenke haben die ein oder andere Arthrose, die Muskulatur wird schwächer. Wenn wir jetzt darauf bestehen, dass der Vierbeiner dasselbe Bewegungspensum absolviert wie ein erwachsener Hund, überfordern wir ihn. Seine Gelenke werden überlastet und schmerzen. Seine Muskulatur verspannt. Das Herz muss mehr Leistung bringen als es kann. Ihr Hund erschöpft und verausgabt sich.

Wie bewege ich meinen älteren Hund, ohne ihn zu überlasten

Die Bewegung Ihres Hundes sollte an sein Alter und den Gesundheitszustand angepasst sein. Auch Abwechslung sollte dabei nicht auf der Strecke bleiben.

Ich empfehle Ihnen, mehrere kürzere Spaziergänge mit ihm zu machen, anstatt beispielsweise zwei große Gassigänge. Die kontinuierliche Bewegung tut Ihrem Hund gut und die Erholungsphasen nach dem Spaziergang verkürzen sich deutlich. Kurzum, Ihr Hund erschöpft weniger und kann seine Energie besser einteilen. Das wirkt sich positiv auf seine Lebenszeit aus.

Extratipp: bei Spaziergängen im Herbst und Winter tut es Ihrem Seniorhund ausgesprochen gut, wenn er durch einen wärmenden Hundemantel geschützt ist.

Regelmäßiges „Gymnastizieren“ – das kleine Extra an Bewegung mit großer Wirkung

Mit regelmäßigen, gezielten Bewegungsübungen können Sie Ihren Seniorhund fit halten und den Alterungsprozess deutlich verzögern. Das können einfache Alltagsbewegungen wie Pfote geben, Steh-Sitz oder Steh-Platz Transfer sein, die man regelmäßig mit seinem Hund macht. Sie trainieren seine Beweglichkeit und Muskulatur. Auch Koordination, Balance und Körpergefühl bleiben so stabil. Zusätzlich bedeutet regelmäßiges Training auch Arbeit fürs Köpfchen.

Wenn Bewegungen schwerer fallen und Unterstützung gefragt ist:

Es ist nicht ungewöhnlich, dass im Alltag Bewegungen die früher ganz normal waren, einfach sehr schwerfallen und der Hund dabei unsicher ist. In den letzten Jahren wurden hierzu verschiedene Hilfsmittel entwickelt, die ich Ihnen gern ans Herz lege.

Tragehilfe für Treppen – sicheres Treppensteigen

Vielen Hunden macht es im Alter große Mühe, Treppen zu steigen. Manche Vierbeiner kann man bequem die Treppe hinauftragen. Ab einer gewissen Größe das allerdings schwierig. Dafür wurden Tragehilfen entwickelt, mit denen Sie Ihren Hund sehr gut beim Treppensteigen unterstützen können. Es gibt Tragehilfen nur für die Unterstützung der Vorder- oder Hinterläufe. Aber auch solche, die den kompletten Hund unterstützen. Sie können sie auch sehr gut nutzen, wenn es Ihrem Hund schwer fällt aufzustehen oder er Hilfe und etwas Halt beim Gehen benötigt.

Sie sollten bei der Auswahl der Tragehilfe darauf achten, dass sie gut sitzt und aus einem reißfesten, stabilen Material gefertigt ist. Weiterhin sollte das Material weich sein und an keiner Stelle einschneiden. Häufig wird Neopren verwendet, was zudem leicht zu reinigen ist und schnell trocknet.

Hunderampen für das Auto – Stürze und Verletzungen vermeiden

Wenn Ihr Hund vor dem offenen Kofferraum steht und zögerlich von einer Pfote auf die andere tritt – statt schwungvoll ins Auto zu springen – spätestens dann ist Zeit ihn beim Ein- und Ausstieg ins/aus dem Auto zu unterstützen. Natürlich können Sie ihn ins Auto heben. Je nach Größe des Hundes, ist es für beide Seiten jedoch angenehmer, auf eine Rampe zurückzugreifen. Achten Sie immer darauf, dass die Rampe breit genug für Ihren Hund, nicht zu steil und rutschfest ist. Zusätzlich empfehle ich Ihnen, immer neben ihm zu sein, wenn er die Rampe nutzt. So können Sie ihn sichern, falls er die Balance verliert. Ihr älterer Hund hat mit einer Hunderampe die Möglichkeit, sicher ins und aus dem Auto zu kommen.

Pfoten- und Krallenschutz – für mehr Grip im Haus und unterwegs

Von vielen werden Pfotenschuhe immer noch belächelt. Sie haben allerdings nichts mit einem modischen Accessoire zu tun. Für einige Vierbeiner sind sie unverzichtbar. Beispielsweise wenn Hunde auf glatten Böden nicht mehr den nötigen Halt finden. Sie verhindern ein Wegrutschen und somit Stürze. Sie schützen auch Pfoten und Krallen bei Hunden, die mit den Pfoten schleifen. Ich empfehle Ihnen immer darauf zu achten, dass die Schuhe optimal passen. Sie dürfen nicht zu eng sein, aber auch nicht rutschen. Es gibt Schuhe, die so beschaffen sind, dass man sie im Haus nutzen kann. Ebenso gibt es spezielle Outdoor Schuhe, die aus anderen Materialien hergestellt sind. Die Sohlen haben ein anderes Profil.

 

Bandagen

Bandagen geben Ihrem Hund Stabilität. Sie unterstützen und entlasten Gelenke. Bänder und Sehnen werden im Alter schwächer. Viele Hunde neigen dann z.B. zu Durchtrittigkeit. Da ist es eine große Hilfe, wenn mittels Bandagen das Gelenk unterstützt und geführt wird. Ich empfehle Ihnen hier, sich bei der Auswahl individuell von einem Physiotherapeuten oder Orthopädietechniker beraten zu lassen.

Erhöhter Trink- & Futterplatz

Besonders bei größeren Hunden ist ein erhöhter Trink- und Futterplatz eine gute Entlastung im Alter. Ihr Hund muss sich nicht vorne überbeugen. Die Belastung auf die Gelenke ist dabei gleichmäßig verteilt. Er kann seine Mahlzeit in bequemer Haltung einnehmen.

Gute Ernährung und gesunder Schlaf

Achten Sie darauf, Ihren Hund ausgewogen, gesund und möglichst artgerecht zu ernähren. Eine gute Ernährung hat nicht nur Auswirkungen auf das Wohlbefinden im Hier und Jetzt sondern wirkt sich auch langfristig auf die Gesundheit und den Alterungsprozess aus. Zusätzlich gibt es viele verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, mit denen Sie Ihren Hund im Alter unterstützen können. Neben guter Ernährung ist auch guter Schlaf wichtig. Hunde schlafen 17-20 Stunden pro Tag und im Alter noch etwas mehr. Achten Sie also auf einen hochwertigen Liegeplatz, damit Ihr Hund sich im Schlaf auch wirklich erholt und seine Gelenke und sein Rücken gut und druckentlastend gebettet sind.

Fazit – so erleichtern Sie das Leben Ihres Seniorhundes

Sie sehen, es gibt eine ganz Menge einfacher Dinge, die man leicht im Alltag umsetzen kann, um seinem Hund im Alter das Leben zu erleichtern. Einige davon wirken sich auch positiv auf den Alterungsprozess des Hundes aus. Wichtig ist es, dass der geliebte Vierbeiner auch im Alter in Bewegung bleibt – unterstützt durch Hilfsmittel – und nicht aufs Abstellgleis gestellt wird.

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