{"id":11335,"date":"2019-10-20T09:00:36","date_gmt":"2019-10-20T07:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/flexi.de\/de\/?p=11335"},"modified":"2019-10-14T10:36:02","modified_gmt":"2019-10-14T08:36:02","slug":"wie-belohne-ich-meinen-hund-richtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flexi.de\/de\/wie-belohne-ich-meinen-hund-richtig\/","title":{"rendered":"Wie belohne ich meinen Hund richtig?"},"content":{"rendered":"<p>Belohnen spielt im Umgang mit unseren Vierbeinern eine wichtige Rolle. Denn der Hund macht gern das wieder, was ihm aus seiner Sicht einen Vorteil bringt. So ein Vorteil ist dann die Belohnung f\u00fcr sein zuvor gezeigtes Verhalten. Das macht es einerseits leicht, ihm etwas beizubringen. Andrerseits passiert es aber genau so leicht, dass man ihn unbewusst f\u00fcr etwas, das man nicht m\u00f6chte, belohnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Was ist f\u00fcr den Hund eine Belohnung?<\/h3>\n<p>Es gibt unterschiedlichste Arten der Belohnung. Zudem ist das auch individuell unterschiedlich.<br \/>\nLeckerchen: Daran denken die meisten als erstes, zurecht. Mit einem leckeren H\u00e4ppchen l\u00e4sst es sich leicht im richtigen Moment belohnen. Trainieren Sie beispielsweise den R\u00fcckruf, bekommt der Hund sofort und dicht bei Ihnen einen Happen in dem Moment, in dem er bei Ihnen angekommen ist.<br \/>\nLieblingsspielzeug: Das Spielzug zu halten oder kurz mit Ihnen damit zu spielen ist eine Alternative zu Happen, wenn der Hund auf Futter nicht oder nicht gen\u00fcgend anspricht.<br \/>\nAufmerksamkeit: Zuwendung durch Streicheln oder eine freundliche Stimme sind ebenfalls eine Art der Belohnung. Beides l\u00e4sst sich auch mit den Leckerchen kombinieren.<br \/>\nEin unangenehmes Gef\u00fchl h\u00f6rt auf: Sie gehen mit dem Hund spazieren, aber er achtet nicht recht auf Sie und l\u00e4uft zu weit voraus. Deshalb verstecken Sie sich. Als der Vierbeiner das bemerkt, bekommt er \u201eNervenflattern\u201c. Er f\u00fchlt sich also ziemlich unwohl. Sobald er Sie gefunden hat, ist dieses Gef\u00fchl weg und er freut sich. Das ist seine Belohnung. Daraus lernt er, unterwegs besser Anschluss zu halten.<br \/>\nEtwas, was er gerade gern m\u00f6chte: Sie gehen spazieren, der Vierbeiner ist angeleint. Weiter weg l\u00e4uft sein Spielkamerad, da m\u00f6chte er gern hin. Aber er soll beim Ableinen nicht losst\u00fcrmen, sondern auf Ihre Erlaubnis warten. Sie lassen ihn neben sich sitzen und leinen ihn ab. Er schaut Sie an. Erst jetzt gibt\u2019s die Erlaubnis als Belohnung f\u00fcr das ruhige Warten und den Blickkontakt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wann ist etwas f\u00fcr den Hund eine Belohnung?<\/h3>\n<p>Zum einen muss das, was Sie als Belohnung einsetzen, f\u00fcr Ihren Hund ein Highlight sein. \u201eDenkt\u201c der Vierbeiner aber dar\u00fcber \u201eIst ganz nett, muss ich aber nicht unbedingt haben\u201c, wird sie nicht wirken. Au\u00dferdem darf sie nicht st\u00e4ndig verf\u00fcgbar sein. Bekommt der Vierbeiner grundlos H\u00e4ppchen, liegt sein Belohnungsspielzeug zuhause herum oder wird er \u00fcberm\u00e4\u00dfig bet\u00fcddelt, geknuddelt und \u201ezugetextet\u201c, fehlt ihm die Motivation, daf\u00fcr etwas zu tun. Auch wenn er f\u00fcr jede noch so kleine \u00dcbung, die er schon kann, belohnt wird, verliert eine Belohnung ihren Wert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Locken, belohnen, bestechen<\/h3>\n<p>Locken: Angenommen, der noch \u201eunwissende\u201c Welpe soll \u201eSitz\u201c lernen. Dann halten Sie ein H\u00e4ppchen so \u00fcber seinen Kopf, das er sich setzt \u2013 Sie locken ihn anfangs damit in die gew\u00fcnschte Position. Sitzt er, gibt es den Happen.<br \/>\nBelohnen: Der Hund kann das Sitzen. Sie sagen \u201eSitz\u201c. Er macht es. Erst jetzt holen Sie den Happen aus der Tasche.<br \/>\nBestechen: Ihr Vierbeiner kann Sitzen, macht es aber auf Ihr \u201eSitz\u201c hin nicht, sondern wartet. Sie zeigen ihm ein H\u00e4ppchen, nun setzt er sich. Hier hat eindeutig Ihr Hund Sie \u201eerzogen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Unbewusstes falsches Belohnen<\/h3>\n<p>Das passiert schneller als man denkt! Ein typisches Szenario ist das Zerren an der Leine. Der Hund zerrt zu einer Duftmarke, der Zweibeiner gibt nach und geht mit. So wird die Ankunft bei der Duftmarke zur Belohnung f\u00fcr das Zerren. Oder Sie sitzen beim Essen, da wird Ihrem Vierbeiner langweilig. Ungeduldig bellt er Sie an. Sie schauen ihn an und beruhigen ihn mit Streicheln oder der Stimme. Und schon belohnen Sie das Bellen. Es reicht oft sogar ein Blick als Lob. Oder sogar ein \u00e4rgerliches \u201eNein\u201c. In allen F\u00e4llen hat er sein Ziel \u2013 Ihre Aufmerksamkeit \u2013 erreicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn Sie noch mehr zu den Grundlagen der Hundeerziehung erfahren m\u00f6chten: Katharina Schlegl-Kofler hat auch hierzu einen sch\u00f6nen Ratgeber ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/einfach-geht-Hundeerziehung-Bestseller-Autorin-Illustrationen\/dp\/3833853913\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=M26JIVIHITFI&amp;keywords=so+einfach+geht+hundeerziehung&amp;qid=1567002388&amp;s=gateway&amp;sprefix=so+einga%2Caps%2C177&amp;sr=8-1\">So einfach geht Hundeerziehung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Belohnen spielt im Umgang mit unseren Vierbeinern eine wichtige Rolle. 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