{"id":16016,"date":"2020-04-30T11:39:07","date_gmt":"2020-04-30T09:39:07","guid":{"rendered":"https:\/\/flexi.de\/de\/?p=16016"},"modified":"2020-04-15T11:39:21","modified_gmt":"2020-04-15T09:39:21","slug":"der-taegliche-kampf-warum-zieht-mein-hund-an-der-leine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flexi.de\/de\/der-taegliche-kampf-warum-zieht-mein-hund-an-der-leine\/","title":{"rendered":"Der t\u00e4gliche Kampf- Warum zieht mein Hund an der Leine?"},"content":{"rendered":"<p>Drei Mal t\u00e4glich gehen wir in der Regel mit unseren Hunden nach drau\u00dfen. Drei Mal am Tag haben wir die M\u00f6glichkeit, uns entspannt mit ihm fortzubewegen, Zeit mit ihm zu verbringen und gemeinsam in der Natur zu entspannen. Entspannte Spazierg\u00e4nge geh\u00f6ren jedoch nicht zu jedermanns Hundealltag dazu. Geh\u00f6ren Sie auch zu diesen Leuten, die ihre Spazierg\u00e4nge am liebsten auf einen einzigen reduzieren w\u00fcrden, da das st\u00e4ndige Gezerre an der Leine nicht auszuhalten ist und eher Frust und \u00c4rger mit sich bringen, statt Entspannung und ein harmonisches Miteinander?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Leinenruck und konventionelles Hundetraining f\u00fchren zu Frust<\/strong><\/p>\n<p>Vermutlich haben auch Sie schon alles M\u00f6gliche ausprobiert: sobald der Hund an der Leine zieht, bleiben Sie stehen oder wechseln die Richtung. Dies hat vermutlich dazu gef\u00fchrt, dass der Spaziergang entweder drei Stunden lang dauert oder aber nur 200 Meter an Strecke bedeutet, da Sie durch das dauerhafte Stehenbleiben nicht wirklich vorankommen. Oder aber es hat sich ein Rhythmus entwickelt, bei dem sie f\u00fcnf Schritte vorgehen, bis es zur Leinenspannung kommt, um anschlie\u00dfend wieder die gleiche Anzahl an Schritten in die entgegengesetzte Richtung zur\u00fcck zu gehen. Auch ein Leinenruck f\u00fchrt bei vielen Hunden nicht zum Erfolg, da sie entweder nach einigen Anwendungen gegen das unangenehme &#8211; und zudem gef\u00e4hrliche! &#8211; Rucken am Halswirbelbereich abstumpfen oder aber so sensibel darauf reagieren, dass es ihr Vertrauen in Ihnen als Bindungspartner ersch\u00fcttert und das Verhalten folglich nur noch aus einer Meidemotivation heraus gezeigt wird, um das unangenehme Gef\u00fchl, welches dabei entsteht, zu umgehen. Mit Freude am Spaziergang und einem entspannten Verhalten an der Leine ohne Spannung hat das Ganze dann jedoch nicht mehr viel zu tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Denken Sie an Ihre Stimmung und die Macht der Stimmungs\u00fcbertragung<\/strong><\/p>\n<p>Als verantwortungsbewusster und liebevoller Hundehalter w\u00fcnschen Sie sich und ihrem Hund wahrscheinlich keine der Folgen dieser Ma\u00dfnahmen. Viele Hundehalter f\u00fchlen sich bei diesen Vorgehensweisen zudem frustriert oder unbehaglich, was unsere Hunde aufgrund der Stimmungs\u00fcbertragung ebenfalls wahrnehmen. Trainingsmethoden dieser Art sind also schon zu Beginn an zum Scheitern verurteilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber ich m\u00f6chte Ihnen an dieser Stelle gerne Mut machen: Zu diesen Menschen m\u00fcssen Sie sich nicht l\u00e4nger z\u00e4hlen, wenn Sie bereit sind, die Sicht auf die Dinge etwas zu ver\u00e4ndern. Denn schon eine kleine Anpassung und Drehung an der richtigen Stellschraube kann in der Leinenf\u00fchrigkeit auch ohne anstrengendes Training den kleinen aber feinen Unterschied machen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Warum zieht mein Hund an der Leine?<\/strong><\/p>\n<p>Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Ihr Hund \u00fcberhaupt an der Leine zieht? Das Ziehen an der Leine ist auch f\u00fcr Hunde kein freudiges oder erw\u00fcnschtes Verhalten. Sie haben das Gef\u00fchl, gegen statt mit ihrem Menschen zusammenzuarbeiten, sie ertragen ein unangenehmes Gef\u00fchl am Hals; teilweise wird beim Starken Ziehen die Luft abgedr\u00fcckt. Und letztendlich wird auch Ihr Hund frustriert sein. Sie sehen schon: auch Ihr Hund ist an einem entspannten Spaziergang mit Ihnen interessiert!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Warum zieht mein Hund denn dann an der Leine? Dies kann verschiedenste Gr\u00fcnde haben: vielleicht hat Ihr Hund gelernt, dass er bei Konflikten, wie beispielsweise bei entgegenkommenden Menschen oder Hunden, auf sich allein gestellt ist und nur dadurch, dass er bellt und nach vorne in die Konfrontation geht, wodurch sich die Leine unter Spannung befindet, sein Gegen\u00fcber auf Abstand halten kann. Vielleicht ist ihm aber auch einfach nur langweilig, weil er mental und\/oder k\u00f6rperlich nicht ausreichend ausgelastet ist, weshalb er selbst nach spannenden Reizen und Besch\u00e4ftigungen auf dem Spaziergang sucht. Eventuell sind bestimmte Reize f\u00fcr Ihren Hund aber gar nicht spannend, sondern im Gegenteil \u00fcberfordernd und das Ziehen bietet ihm eine M\u00f6glichkeit, der Situation schnellstm\u00f6glich zu entfliehen. Es kann aber auch einfach sein, dass Ihr Hund nicht gelernt hat, dass es sich f\u00fcr ihn lohnt, brav an der Leine zu laufen und er spannenden Reizen und Besch\u00e4ftigungen dennoch nachkommen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wir m\u00fcssen mehr mit unseren Hunden kommunizieren!<\/strong><\/p>\n<p>Wichtig ist hierbei lediglich, dass wir dies nicht der naselang nach unsere Hund entscheiden lassen, sondern selbst die Person sind, die die Entscheidung f\u00fcr das Mensch-Hund-Team trifft und die Verantwortung \u00fcbernimmt. Dies funktioniert jedoch nur, wenn wir auch den \u00dcberblick \u00fcber jede Situation haben und verstehen, warum sich unser Hund wie verh\u00e4lt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Letztendlich l\u00e4uft also alles auf die Bindung zwischen Hund und Halter zur\u00fcck. Lassen Sie das Handy einfach mal Zuhause und beobachten Sie Ihren Hund stattdessen auf dem Spaziergang: Welche Reize scheinen ihn besonders zu interessieren? Von welchen Dingen nimmt er lieber Abstand? Wann orientiert er sich gerne zu Ihnen um und bleibt von sich aus mit seiner Aufmerksamkeit bei Ihnen? Unsere Hunde bieten uns auf dem Spaziergang so viele Kontaktaufnahmen an, die wir super dazu nutzen k\u00f6nnen, um unsere Kommunikation zueinander zu verbessern. Denn genau die ist es, die es f\u00fcr eine erfolgreiche Leinenf\u00fchrigkeit zu verbessern gilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Positives Feedback<\/strong><\/p>\n<p>Oftmals korrigieren wir unsere Hunde, zeigen ihnen aber nicht, welches Verhalten sie stattdessen zeigen sollen. Und wenn sie das brave Laufen an lockerer Leine zeigen, dann nehmen wir dies als gegeben hin und lassen es unkommentiert. Dies ist jedoch die beste M\u00f6glichkeit, uns im positiven Feedback zu \u00fcben: Zeigen Sie Ihrem Hund bei jeder Gelegenheit, dass es sich f\u00fcr ihn lohnt, wenn er neben Ihnen an der Leine l\u00e4uft. Loben Sie ihn verbal oder reichen auch gerne ein Leckerli dar. Hunde zeigen Verhaltensweisen h\u00e4ufiger, wenn sie sich f\u00fcr sie lohnen. Merkt Ihr Hund also, dass immer etwas f\u00fcr ihn Angenehmes passiert, wenn er auf dem Spaziergang Blickkontakt zu Ihnen herstellt, oder sich ohne Zug auf der Leine fortbewegt, dann wird er dieses Verhalten zuk\u00fcnftig vermehrt zeigen. Ihre ver\u00e4nderte, positive Stimmung wird ihr \u00dcbriges erledigen. Lassen Sie sich auch gerne von der Freude Ihres Hundes an der Zusammenarbeit mit Ihnen anstecken!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch vorausschauendes Handeln hilft Ihnen dabei, Ihren Hund erst gar nicht in die Leine laufen zu lassen. N\u00e4hert sich eine Situation, in der Ihr Hund mit hoher Wahrscheinlichkeit nach vorne schie\u00dft und die Leine unter Spannung ger\u00e4t, wie bei entgegenkommenden Mensch-Hund-Teams, sprechen Sie Ihren Hund schon fr\u00fchzeitig an und machen Sie ihn aufmerksam. Versuchen sie, seine Aufmerksamkeit mit lobenden Worten oder ein paar Leckerlis zu halten, bis der ablenkende Reiz passiert ist und loben Sie anschlie\u00dfend ausgiebig daf\u00fcr, dass Ihr Hund sich dazu entschieden hat, sich an Sie als Ihren Bindungspartner zu orientieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Mal t\u00e4glich gehen wir in der Regel mit unseren Hunden nach drau\u00dfen. 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