{"id":8227,"date":"2019-01-14T13:00:59","date_gmt":"2019-01-14T12:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/flexi.de\/de\/?p=8227"},"modified":"2019-02-27T11:25:57","modified_gmt":"2019-02-27T10:25:57","slug":"spaziergang-ohne-leine-so-klappt-der-sichere-rueckruf-bei-ihrem-hund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flexi.de\/de\/spaziergang-ohne-leine-so-klappt-der-sichere-rueckruf-bei-ihrem-hund\/","title":{"rendered":"Spaziergang ohne Leine \u2013 So klappt der sichere R\u00fcckruf bei meinem Hund"},"content":{"rendered":"<p>Kommt der Vierbeiner auf Ruf sofort, ist das schon mal eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr einen entspannten Spaziergang. Doch die Realit\u00e4t sieht oft anders aus \u2013 die Rufe des Zweibeiners verhallen ungeh\u00f6rt.\u00a0 Meist jedoch nicht deshalb, weil der Hund ungehorsam ist, sondern weil er gar nicht die M\u00f6glichkeit hatte zu lernen, was gemeint ist.<\/p>\n<p>Fragt man einen frustrierten Hundehalter, wie er seinem Vierbeiner das Kommen denn beigebracht hat, hei\u00dft es meist, dass sie einfach \u201ekomm\u201c rufen, wenn er kommen soll. Wie sch\u00f6n wenn es so einfach w\u00e4re!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Wie kann der Hund lernen?<\/h4>\n<p>Als erstes muss man sich bewusst machen, dass der Hund unsere Sprache nicht versteht. Er kann ohne Training unm\u00f6glich verstehen, was Sie mit \u201eKomm\u201c oder was auch immer meinen. Die Bedeutung eines Wortes oder der Hundepfeife lernt er nur, wenn er Wort oder Pfiff viele Male nur dann h\u00f6rt, w\u00e4hrend er zu Ihnen unterwegs ist. Nur so kann sich im Hundegehirn die \u00a0Verkn\u00fcpfung von Signal und Verhalten bilden. Erst dann l\u00f6st Ihr Wort oder Pfiff fast automatisch das prompte Kommen aus \u2013 und zwar ohne dass Sie Ihren Hund vorher mit seinem Namen ansprechen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich muss es sich f\u00fcr ihn lohnen zu kommen. Deshalb gibt es lange jedes Mal und sp\u00e4ter immer wieder mal eine Belohnung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Das brauchen Sie<\/h4>\n<p>Sie werden sehen \u2013 mit etwas \u201eEquipment\u201c klappt der R\u00fcckruf auch bei Ihrem Hund! Dazu geh\u00f6rt:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein unverwechselbares Wort oder ein bestimmter Pfiff, das oder den der Hund nur beim R\u00fcckruf h\u00f6rt. \u201eKomm\u201c ist wenig geeignet, genau wie der Hundename. Beides sagt man auch in vielen anderen Situationen. Gut geeignet ist aber z.B. \u201eHier\u201c.<\/li>\n<li>Eine Belohnung, die dem Vierbeiner sehr viel bedeutet. Am besten sind leckere H\u00e4ppchen, da sie gut im richtigen Moment und in der richtigen Position gegeben werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Eine ablenkungsfreie Umgebung, zun\u00e4chst reicht die Wohnung.<\/li>\n<li>Ein planvolles, systematisches Training \u00fcber Wochen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>So klappt es<\/h4>\n<p>Ziel ist es, dass der Hund stets sofort und schnell zu Ihnen kommt. Deshalb ist es f\u00fcr das Lernen wichtig, dass er anfangs schon vor Ihrem Ruf auf Sie fokussiert ist. Lassen Sie ihn dazu von jemandem festhalten. Entfernen Sie sich samt Leckerchen rasch wenige Meter und drehen sich dann zum Hund. Bei kleinen oder jungen Hunden gehen Sie in die Hocke. Der Vierbeiner m\u00f6chte zu Ihnen und wird nun losgelassen. In diesem Moment rufen Sie z.B. ein gedehntes \u201eHiiiiier\u201c und halten beide H\u00e4nde samt Happen mittig dicht vor Ihrem K\u00f6rper. So landet der Hund nah und direkt vor Ihnen.\u00a0 Dort angekommen lassen Sie ihn aus einer Hand fressen und halten ihn gleichzeitig<u> <\/u>mit der anderen am Halsband fest. Nach wenigen Momenten lassen Sie ihn mal los, mal leinen Sie ihn f\u00fcr kurze Zeit an.<\/p>\n<p>Das machen Sie mehrmals t\u00e4glich so.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>So geht es weiter<\/h4>\n<p>Nach etwa einer Woche rufen Sie ihn in der Wohnung, dann im Garten (ersatzweise drau\u00dfen) ein paar Mal t\u00e4glich nun auch ohne dass ihn jemand festh\u00e4lt. Jedoch nicht aus dem Schlaf und noch nicht, wenn er gerade intensiv mit etwas besch\u00e4ftigt ist. Ersatzweise drau\u00dfen ohne jegliche Ablenkung. Sie k\u00f6nnen auch zu zweit so \u00fcben, dass Sie den Vierbeiner zwischen sich einige Male hin und her rufen. Dehnen Sie die Entfernung zum Hund aus.<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn das immer klappt, rufen Sie ihn unterwegs ohne Ablenkung und wenn er nicht weit von Ihnen entfernt ist. Wenn Sie gleichzeitig ein St\u00fcck weglaufen, wirkt das zus\u00e4tzlich.<\/li>\n<li>Kann er zuverl\u00e4ssig \u201eSitz\u201c, lassen Sie ihn, wenn er bei Ihnen angekommen ist, sitzen. Daf\u00fcr gibt es in der ersten Zeit zus\u00e4tzlich eine Belohnung. Sobald er sich automatisch setzt, gibt es nur nach im Sitzen eine. Das Sitzen ist wichtig, denn so ist der Hund an einer Stelle \u201efixiert\u201c. Radfahrer oder Jogger z.B.\u00a0 k\u00f6nnen dann problemlos vorbei. Erst auf Ihre Erlaubnis darf er aufstehen.<\/li>\n<li>Kommt der Vierbeiner unter Ablenkung, gibt es gleich mehrere leckere Happen auf einmal. Steigern Sie Ablenkung und \u201eRufentfernung\u201c langsam.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Vorsicht Falle!<\/h4>\n<p>Es gibt ein paar \u201ek.o. \u2013 Kriterien\u201c, die Ihren Trainingserfolg rasch zu Nichte machen k\u00f6nnen. Achten Sie deshalb auf folgende Punkte:<\/p>\n<ul>\n<li>Rufen Sie den Hund dann nicht mit Ihrem Signal, wenn Sie unsicher sind, ob er das schon kann.\u00a0 Je \u00f6fter der Vierbeiner auf Ihr R\u00fcckrufsignal nicht direkt und schnell zu Ihnen kommt, umso schlechter ist es f\u00fcr die Festigung der \u00dcbung. Machen Sie ihn alternativ mit spannender Stimme, Weglaufen oder in die H\u00e4nde klatschen auf sich aufmerksam.<\/li>\n<li>Rufen Sie ihn rechtzeitig. Sitzt beispielsweise eine Katze auf einer Wiese, rufen Sie ihn sp\u00e4testens dann, wenn er die bemerkt hat. Nicht erst wenn er schon hinter ihr her ist.<\/li>\n<li>Lassen Sie ihn auf Ihren R\u00fcckruf immer bis zu Ihnen kommen und dort sitzen. Viele Hundehalter nehmen das mit der Zeit nicht mehr genau. Dann funktioniert der R\u00fcckruf vor allem dann nicht mehr, wenn es wichtig w\u00e4re.<\/li>\n<li>Schimpfen Sie ihn nie, wenn er doch mal mit Versp\u00e4tung zu Ihnen gekommen ist. Er verbindet den Tadel mit dem Ankommen bei Ihnen. Belohnen m\u00fcssen Sie ihn aber auch nicht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommt der Vierbeiner auf Ruf sofort, ist das schon mal eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr einen entspannten Spaziergang. 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