{"id":9659,"date":"2020-11-08T08:15:44","date_gmt":"2020-11-08T07:15:44","guid":{"rendered":"https:\/\/flexi.de\/de\/?p=9659"},"modified":"2021-01-04T12:42:35","modified_gmt":"2021-01-04T11:42:35","slug":"welcher-hund-passt-zu-mir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flexi.de\/de\/welcher-hund-passt-zu-mir\/","title":{"rendered":"Welcher Hund passt zu mir?"},"content":{"rendered":"<p>Ein Hund steht in vielen Familien, vor allem bei Kindern, auf der Wunschliste ganz oben. Ist nach reiflichen \u00dcberlegungen die Entscheidung f\u00fcr einen Vierbeiner gefallen, stellt sich die Frage, welcher es denn sein soll. Nach welchen Kriterien soll man schauen? Gro\u00df, klein, langhaarig, kurzhaarig? Welche Farbe? Rassehund oder Mischling? Tierheim oder Z\u00fcchter? Kinderlieb?<\/p>\n<p>Alles gar nicht so einfach! Aber am Wichtigsten sind andere Aspekte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Wie sieht Ihr Leben aus?<\/u><\/p>\n<p>Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Gehen Sie gern wandern oder joggen oder sind Sie eher der gem\u00fctliche Typ, der gern zuhause auf dem Sofa chillt? Sind Sie gern lang und bei jedem Wetter drau\u00dfen oder eher nur bei sch\u00f6nem? Soll der Vierbeiner Sie viel im Alltag begleiten, wie etwa zum Stadtbummel oder ins Restaurant? Letzteres z.B. geht mit einem Labrador Retriever einfacher als mit einer Deutschen Dogge. Haben Sie viel Besuch, darunter auch Kinder und wohnen Sie mit vielen Nachbarn zusammen? Dann ist eine Rasse mit ausgepr\u00e4gtem Wachinstinkt vielleicht nicht die erste Wahl. Soll der Hund mit in den Urlaub oder k\u00e4me er dann beispielsweise zu Oma und Opa? Die sollten dann auch\u00a0 r\u00fcstig genug f\u00fcr den Hund sein. Am besten schreiben Sie sich diese Punkte in einer Liste auf. Denn sie sind wichtig, um den passenden Hund zu finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Welche Eigenschaften haben Sie?<\/u><\/p>\n<p>Neigen Sie eher dazu, den Hund als Kumpel zu sehen? Sind Sie im Umgang mit Hunden ein eher \u201eweicher\u201c Typ, neigen vielleicht zu Inkonsequenz und sind voraussichtlich nicht besonders souver\u00e4n?\u00a0\u00a0 Dann w\u00e4re, etwas plakativ gesagt, ein Golden Retriever die bessere Wahl als ein Hovawart. W\u00e4hlen Sie dann also keine Rasse, deren Vertreter in der Regel starke Charaktere sind und daher hohe Anforderungen an die F\u00fchrungsqualit\u00e4ten ihres Menschen stellen.<\/p>\n<p>Wer dagegen von Natur aus der \u201ecoole\u201c, souver\u00e4ne Typ ist, wird auch mit anspruchsvollen vierbeinigen Pers\u00f6nlichkeiten zurechtkommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Rassen und ihre Aufgaben<\/u><\/p>\n<p>W\u00e4re der dekorative Weimaraner nicht etwas? Oder doch lieber ein kleiner, bunter Jack Russell Terrier? Oder ein leicht erziehbarer Border Collie, am besten in blue merle? Viele zuk\u00fcnftige Hundehalter schauen in erster Linie auf die Optik, manche suchen gar das Besondere. Doch das geht leicht schief. Wichtig ist es, sich genau dar\u00fcber zu informieren, wof\u00fcr die einzelnen Rassen gez\u00fcchtet wurden bzw. werden. Denn das macht ihre rassespezifischen Eigenschaften jenseits des Aussehens aus. Diese sind vorhanden, egal ob der Hund mit seiner eigentlichen Bestimmung je in Ber\u00fchrung kommt oder nicht. Sie lassen sich auch nicht aberziehen. Viele dieser Rassen brauchen dann als reiner Familienhund eine gezielte, regelm\u00e4\u00dfige Ersatzbesch\u00e4ftigung, um ihren angeborenen Eigenschaften entsprechend ausgelastet werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein typisches Beispiel ist der Jack Russell Terrier. Er sieht nett aus und ist klein \u2013 vermeintlich praktisch und anspruchslos. Weit gefehlt, denn seine Aufgabe ist die Jagd in Fuchs- und Dachsbau, was Draufg\u00e4ngertum, Jagdinstinkt und einen starken eigenen Willen bedeutet.<\/p>\n<p>Oder nehmen wir den Weimaraner. Ein wirklich h\u00fcbscher Hund, aber ein auf Leistung und Ausdauer gez\u00fcchteter Vollgebrauchsjagdhund, der auch noch Wach- und Schutzinstinkt hat.<\/p>\n<p>Der Border Collie ist zwar leichtf\u00fchrig, aber ein auf das H\u00fcten spezialisierter, sensibel reagierender Hund mit besonderen Anspr\u00fcchen. H\u00fcten wird gern mit F\u00fcrsorge assoziiert, womit es aber gar nichts zu tun hat &#8211; H\u00fcten ist Jagen ohne die Beute zu erlegen.<\/p>\n<p>Auch der Beagle ist zu Beispiel beliebt. Doch sollte man wissen, dass diese Rasse daf\u00fcr gez\u00fcchtet wird, in der Meute Hasen zu jagen. Deshalb gibt es nur wenige Beagles, die ohne Leine laufen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bedenken Sie bei der Suche nach der richtigen Rasse auch gesundheitliche Aspekte. So leiden sogenannte brachyzephale Rassen wie etwa die franz\u00f6sische Bulldogge, der Mops oder die englische Bulldogge durch die verk\u00fcrzte Sch\u00e4delform sehr h\u00e4ufig unter Atemproblemen, die oft operativ behandelt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><u>Informationen einholen<\/u><\/p>\n<p>Interessieren Sie sich f\u00fcr eine bestimmte Rasse, kaufen Sie sich trotz Internet am besten ein ausf\u00fchrliches Rasseportrait in Buchform, in dem Sie auch Adressen und Homepages seri\u00f6ser Zuchtverb\u00e4nde finden. Besuchen auch den einen oder anderen Z\u00fcchter, um sich live ein Bild zu machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Ein Mischling soll es sein<\/u><\/p>\n<p>Genau wie Rassehunde nicht pauschal \u00fcberz\u00fcchtet sind, sind Mischlinge nicht grunds\u00e4tzlich ges\u00fcnder. Aber sie sind nat\u00fcrlich g\u00fcnstiger in der Anschaffung, mal abgesehen von gezielten Mischungen, sogenannten \u201eDesignerdogs\u201c. Je mehr Sie \u00fcber die \u201eVerwandtschaft\u201c wissen, umso eher lassen sich in etwa die zu erwartenden Eigenschaften absch\u00e4tzen. Das Aussehen allein l\u00e4sst bei gut \u201edurchgemischten\u201c Vierbeinern meist keine R\u00fcckschl\u00fcsse mehr auf die beteiligten Rassen und so auch nicht auf die zu erwartenden Eigenschaften zu.<\/p>\n<p>Aber wer offen f\u00fcr alles und bereit ist, sich auf die sich entwickelnden Eigenschaften und Anspr\u00fcche des Vierbeiners einzustellen, wird auch hier den passenden Begleiter finden. Dessen sollte man sich bewusst sein, damit der Hund sp\u00e4ter nicht wom\u00f6glich im Tierheim landet, weil man sich etwas ganz anderes vorgestellt hat.<\/p>\n<p>Besonders gilt das, wenn Sie sich f\u00fcr einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden. Solche Hunde sind meist schon erwachsen. Das bedeutet, sie haben ein Vorleben, das oft unbekannt ist. H\u00e4ufig haben sie auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und zu wenig Sozialisierung erfahren. Um mit diesen eventuellen Besonderheiten richtig umzugehen, ist reichlich Vorwissen wichtig. Etwa dar\u00fcber, was man beispielsweise bei \u00e4ngstlichen Hunden o.\u00c4. beachten muss. Nur dann kann man gezielt darauf achten, problematisches Verhalten so zu beeinflussen, dass es auch dem Hund besser geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Der kinderliebe Hund<\/u><\/p>\n<p>F\u00fcr Familien mit Kindern ist oft dieser Punkt ein wichtiges Kriterium. Doch die automatisch kinderfreundliche Rasse gibt es nicht. Genauso gibt es keine Rasse, die explizit nicht kinderfreundlich ist. Denn diese Eigenschaft ist eine individuelle Sache von Veranlagung und Erfahrungen. Gelassene Welpen, die schon beim Z\u00fcchter <strong>gute<\/strong> Erfahrungen mit Kindern machen k\u00f6nnen, sind daf\u00fcr offener als ein eher unsicherer Vierbeiner, der vielleicht bei einer \u00e4lteren Einzelperson gelebt hat und dann in eine Familie mit Kindern kommt. Auch wenn beide der gleichen Rasse angeh\u00f6ren. Vertreter von Rassen mit Schutz- und Wachinstinkt k\u00f6nnen durchaus auch zwischen Kindern der eigenen Familie und Besuchskindern unterscheiden.\u00a0 Gilt eine Rasse, wie etwa der Labrador Retriever, als besonders kinderlieb, kann das au\u00dferdem dazu f\u00fchren, dass dem Hund zu viel zugemutet wird. Doch auch der geduldigste Vierbeiner hat irgendwo seine Grenzen. Vor allem j\u00fcngere Kinder sollten deshalb nicht unbeaufsichtigt mit dem Hund zusammen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Hund steht in vielen Familien, vor allem bei Kindern, auf der Wunschliste ganz oben. 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